Lebensintegrationsprozess - Potential entfalten

Der Lebensintegrationsprozess (LIP) ist ein Aufstellungsverfahren, das sich ausschließlich der Beziehung zur eigenen Person und dem in ihr angelegten Potential widmet. Dem LIP liegt ein Modell zugrunde, das die unterschiedlichen Lebens- und Bewusstseinsstufen des Menschen verdeutlicht.

In der "klassischen" Aufstellung wird stets die Beziehung zu anderen Personen beleuchtet, seien es Familienmitglieder oder auch Kollegen. Dabei geht es um unsere Rolle und um die Lösung von Problemen innerhalb des bestehenden Systems.

Die Beziehung mit sich selbst

Im LIP hingegen geht es nur um die Beziehung zu uns selbst. Von der gegenwärtigen erwachsenen Position aus betrachte ich meine verschiedenen Entwicklungsstufen als Ungeborenes, Kind und Jugendlicher. Bisweilen zeigen sich hier noch einmal schwierige Phasen, wie sie gewesen sind. Oft wird an dieser Stelle ein erster wirklicher Kontakt zum eigenen Potential möglich.

Daneben zeigen sich allerdings auch - jenseits von familiärer Prägung - ganz klare Aspekte dessen, was der ureigene Kern ist und als Lebensthema zur Entfaltung kommen soll. Es entsteht einerseits eine "objektivierte" Distanz zur eigenen Geschichte. Andererseits ermöglicht das klare und offene Sehen, was war und was ist, eine stabile Integration.

Eine andere Selbstwahrnehmung kommt zum Vorschein: Eine, die durch seelisches Erwachsensein und damit der Bewusstwerdung dessen, was wir längst sind, gekennzeichnet ist.